
Pünktlich zum Start setzte am Samstagmorgen leichter Nieselregen ein. Lokalmatador Alois Scheidhammer brannte die erste Bestzeit auf den Asphalt. Auf Rang zwei folgten Marvin und Stefan Jerlitschka, die kurze Zeit später technische Probleme einbremsten. Björn Mohr gelang auf den beiden darauffolgenden Sprintprüfungen die schnellsten Zeiten, so dass er mit 0,3 Sekunden Vorsprung die Führung übernahm. Auf dem Berg- und Talrundkurs „Steinach“ konterte Scheidhammer und eroberte den ersten Platz zurück. Nach dem Service in Schöllnach öffnete Petrus die Schleusen und flutete den Asphalt im Bayerischen Wald. Plötzlich krachte die Antriebswelle in WP 8 und legte den in Führung liegenden Opel Astra von Scheidhammer lahm. „Wir hatten bereits vor der Rallye Deutschland die Leistung unseres Wagens gedrosselt, nur um solche Schäden zu vermeiden. Wirklich schade, denn wir waren richtig gut drauf und hatten eine Menge Spaß im Auto“, resümierte Copilot Willi Trautmannsberger enttäuscht.
„Wir könnten bereits Meister sein, doch wir vergriffen uns am Nachmittag bei der Reifenwahl“, ärgerte sich unterdessen Björn Mohr. Auf den Prüfungen neun und zehn setzte er auf Trockenreifen, was ihm mehr als 30 Sekunden Zeitverlust und nach vier Siegen in Folge diesmal „nur“ Rang drei bescherte. Bei einem Vorsprung von 30 Punkten bei noch 40 möglichen erscheint eine erfolgreiche Titelverteidigung aber nur als reine Formsache. Mit dem zweiten Platz gelang Daniel Schmidt und Jürgen Breuer im VW Scirocco ein guter Einstand im neuen Wagen: „Der Scirocco ist nicht nur optisch ein Knaller. Wir konnten von Anfang an die Pace an der Spitze mitgehen. Bei einer Bremsschikane habe ich einmal eine Tonne getroffen, ansonsten lief der Wagen absolut problemfrei“, schwärmte der Sachse nach seiner ersten Ausfahrt. Heinz-Otto Sagel fuhr im Seat Leon mit beständigen Zeiten auf den vierten Platz vor Thomas Hözlhammer, der aufgrund einer defekten Intercom-Anlage die Ansagen von Copilotin Natalie Solbach-Schmidt nicht hörte. Nach einem verpassten Bremspunkt drückte sich der Turbolader des Fiat Grande Punto an einer Verkehrsinsel ein, was erhebliche Leistungsverluste zur Folge hatte.
1. Wolf Leo / Schöpf Thomas Subaru Impreza 1:13:03,8
2. Schmidt Daniel / Breuer Jürgen VW Scirocco + 11,3 Sec.
3. Mohr Björn / Becker Oliver Opel Astra GTC + 18,6 Sec.
4. Sagel Heinz-Otto / Fritzensmeier Stefanie Seat Leon TDI + 2:09,4 Min.
5. Hölzlhammer Thomas / Solbach-Schmidt Natalie Fiat Grande Punto + 4:15,6 Min.
6. Jerltischka Marvin / Jerlitschka Stefan Opel Astra GTC + 4:23,9 Min.
7. Hösel Markus / Sciré-Banchitta Isabella VW Golf V TDI + 8:19,7 Min.
Punktestand AvD HJS-DRM 2011 nach 5 von 7 Läufen
1. Mohr Björn / Becker Oliver Opel Astra GTC 94 Punkte
2. Wolf Leo / Schöpf Thomas Subaru Impreza 64 Punkte
3. Schmidt Daniel / Breuer Jürgen Skoda / VW Scirocco 62 Punkte
4. Scheidhammer Alois / Trautmannsberger Willi Opel Astra GTC 46 Punkte
5. Sagel Heinz-Otto / Fritzensmeier Stefanie Seat Leon FR TDI 44 Punkte
6. Jerlitschka Marvin / Jerlitschka Stefan Opel Astra GTC 36 Punkte
7. Hösel Markus / Sciré-Banchitta Isabella VW Golf V TDI 30 Punkte
8. Hölzlhammer Thomas Fiat Grande Punto 28 Punkte
9. Mangelsen Sven / Kirschbaum Volker Opel Astra GTC 15 Punkte
10. Keil Konstantin / Hosse Bernd VW Golf V TDI 12 Punkte
11. Rogoß Thomas / te Gude Detlef Opel Astra GTC 8 Punkte
12. Wacha Florian / Wacha Jörg Opel Astra GTC 6 Punkte
13. Borowski Harad / Drümmer Markus Skoda Fabia RS 2 Punkte